Am 27. Januar 1945 befreiten russische Soldaten das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Kaum jemand, der jemals dieses Lager besucht hat, konnte sich zuvor wirklich die Dimension der Fabriken vorstellen, die allein dazu gebaut wurden, Menschen zu töten. Die Reste dieser Fabriken stehen noch; sie waren real, und die Leugnung der Existenz von Auschwitz hat heute Konsequenzen. Auf der sogenannten Wannsee-Konferenz im Januar 1942 wurde die „Endlösung“, die  Vernichtung von 11 Millionen Juden in Europa geplant und anschließend umgesetzt; ca. 6 Millionen Juden wurden umgebracht.

WIR AM ALDE gedenken gerade in diesen Tagen einer Zeit, in der Deutsche schreckliche Taten an Menschen, an Juden begangen haben. Im Februar 2020 hat eine Gruppe von Alde-Schüler*innen Auschwitz besucht und Dinge gesehen, die man so in seinem Leben nicht mehr vergisst. Der Geschichte-Zusatzkurs der Q2 beteiligte sich am 27. Januar 2022 stellvertretend für alle Schüler*innen des Alde an der Reinigung der Stolpersteine in Soest. Auch in Soest gab es viele jüdische Familien, die die Reise ohne Wiederkehr nach Theresienstadt, Auschwitz oder Belzec antreten mussten.

Martin Fischer

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