Die Oberstufe

Die gymnasiale Oberstufe am Alde

Aufbau der gymnasialen Oberstufe

Im Gegensatz zur Sekundarstufe I (Klassen 5-9, im G9 5-10) findet der Unterricht in der Sekundarstufe II (Jahrgänge 10-12, im G9 11-13) nicht mehr im Klassenverband statt. Die Schüler*innen können aus einem breiten Fächerspektrum wählen und so – innerhalb bestimmter landesweit gültiger Vorgaben – ihre eigenen Kurse zusammenstellen. So können Neigungen verfolgt und Interessen vertieft werden. Über die vom Ministerium für Schule und Bildung erlassenen Vorgaben werden die Schüler*innen in kontinuierlichen Veranstaltungen durch die Schule informiert und beraten (s. auch „Organisation der gymnasialen Oberstufe“). Für jeden Jahrgang steht ein Team von Jahrgangsstufenleiter*innen (je eine weibliche und eine männliche Lehrkraft) bereit, dass sowohl die Laufbahnberatung vornimmt als auch die Funktion von Ansprechpartnern bei organisatorischen Fragen, bei Unsicherheiten und Problemen übernimmt. So sind die Jahrgangsstufenleiter*innen, die bei uns Beratungslehrer*innen heißen, quasi die Klassenlehrer*innen der Oberstufe.

imgD.jpgDie Sekundarstufe II ist in drei Jahrgänge eingeteilt: Die Einführungsphase (G8: Jahrgang 10, G9: Jahrgang 11), die Qualifikationsphase 1 (11 bzw. 12) und die Qualifikationsphase 2 (12 bzw. 13). Innerhalb der gymnasialen Oberstufe können sämtliche Abschlüsse erreicht werden: Ein dem Hauptschulabschluss gleichgestellter Abschluss, der Mittlere Schulabschluss (Fachoberschulreife) und die Fachhochschulreife. Den Regelabschluss bildet das Abitur, die allgemeine Hochschulreife. Diese wird nach dem 12. (im G9: nach dem 13.) Schuljahr erreicht, wenn die Abiturprüfung erfolgreich abgeschlossen wird. Sogenannte ‚Seiteneinsteiger‘, also Schüler*innen aus nicht-gymnasialen Bildungsgängen wie etwa von Sekundar- oder Realschulen, können zur Jahrgangsstufe 10 (G9: 11) in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe überwechseln, sofern es ihre Leistungen erlauben. Diese werden durch den sogenannten ‚Q-Vermerk‘ auf dem Abgangszeugnis bescheinigt. Der Anmeldezeitraum für die Seiteneinsteiger ist der allgemeine Anmeldetermin gegen Ende Februar (s. Alde-Terminkalender auf der Webseite).

Ziele und Inhalte der gymnasialen Oberstufe

In der Sekundarstufe II wird zunehmend die Selbstorganisation und Selbständigkeit der Schüler*innen zum zentralen erzieherischen Bestandteil. Dies beginnt mit der Wahl der Fächer – später auch der Leistungskurse und anderer spezieller Kursarten wie etwa Projektkursen – und setzt sich im Unterricht fort. Die Schüler*innen übernehmen zunehmend Verantwortung für ihre eigenen Lernprozesse und -fortschritte. Bei dieser Erziehung zur Selbständigkeit und Mündigkeit unterstützen die Fachlehrkräfte sowie die Beratungslehrer*innen die Schüler*innen.

Ein wichtiges Element der gymnasialen Oberstufe ist ferner die Studien- und Berufsorientierung, die durch vielfältige Maßnahmen und Beratungsangebote flankiert wird. So wird der Unterricht zunehmend in Hinblick auf die Studierfähigkeit gestaltet (sog. Wissenschaftspropädeutik) und diverse Studien- und Berufsbörsen, u.a. jährlich eine eigene überregionale in unserer Aula. Zudem findet eine kontinuierliche Beratung statt in Form von diversen Angeboten auch in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit, die über speziell geschulte Mitarbeiter*innen für akademische Berufe verfügt. Eine weitere Ebene der Kooperation mit externen Partnern ermöglicht es den Schüler*innen des Alde beispielsweise, an der Fachhochschule Südwestfalen eine Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten zu erhalten. Diese eintägige Veranstaltung bereitet, zusammen mit an der Schule durchgeführten Modulen, auf das Verfassen der Facharbeit – einer längeren, selbständigen Erarbeitung ähnlich einer universitären Hausarbeit – in der Qualifikationsphase 1 vor.

Bereits durch die Möglichkeit der Kurswahlen, spezieller aber noch durch die zur Qualifikationsphase anstehenden Wahlen der Leistungskurse, werden Neigungen ausdifferenziert. Diese finden auf einem höheren Anforderungsniveau und mit einer erhöhten Stundenzahl statt. Durch die Kooperation mit den drei weiteren gymnasialen Oberstufen in der Stadt Soest können hier auch ausgefallenere Leistungskurse ermöglicht werden. Insgesamt ist es dank der Kooperation innerhalb der Stadt möglich, den Schüler*innen ein ungewöhnlich breites Fächerspektrum anzubieten.

Dr. Christian Krampe, Oberstufenkoordination