Europa-Brücken

SchulBrücke Europa, AlumniBrücke, LehrerBrücke

„Die Idee der deutschen Nation und die Bestimmung unserer nationalen Identität in einem geeinten Europa dürfen wir weder extremen politischen Kräften noch den Gegnern der europäischen Integration überlassen!“

Mit diesen Worten rief Helmut Schmidt 1993 zur Gründung der unabhängigen und überparteilichen Deutschen Nationalstiftung auf, deren damals noch provozierender Name bewusst gewählt wurde.

„Die nationale Identität der Deutschen ist ohne Europa nicht zu definieren. Die Gemeinsamkeiten der europäischen Nationen kann man nur durch Vergleich und unmittelbare Begegnung entdecken. Das muss schon in der Schule beginnen.

Schulbrücke_Ehrung.JPGMit einwöchigen ‚SchulBrücken‘ bietet die Deutsche Nationalstiftung Schülerinnen und Schülern oberer Jahrgänge (17 – 19 Jahre) aus Deutschland und allen europäischen Ländern, inklusive Russlands, gemeinsam mit der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte EJBW die Möglichkeit gemeinsamen Lernens in Deutschland und in deutscher Sprache.“

Dies lesen wir auf der Homepage der Schulbrücke Europa. Hinzufügen muss man noch, dass die Robert-Bosch-Stiftung die SchulBrücken finanziell sehr großzügig unterstützt.

Sowohl die Deutsche Nationalstiftung als auch die Robert-Bosch-Stiftung sehen in den SchulBrücken die Premium-Projekte ihrer Jugendarbeit.

Das Alde nimmt seit 2009 regelmäßig an den jeweils einwöchigen SchulBrücken Europa mit jeweils bis zu acht Schülern/Schülerinnen teil. Ein Bildungsreferent der EJBW, Herr Thomas von der Gönna, machte 2008 die Alde-Lehrer Elke Hentschel und Bodo Dreves im Rahmen eines Seminars der damaligen JGS 12 (vgl. Europa-Projekt der gesamten Q1 in Weimar) auf diese Möglichkeit hin und lud das Alde zur Teilnahme ein. Der damalige Schulleiter, Herr Martin Burghardt und die Lehrer- und Schulkonferenz genehmigten die Teilnahme des Alde und so sind wir seit 2009 dabei.

In diesem Jahr arbeiten die SchülerInnen der SchulBrücke Europa vom 04.10. bis 12.10.2018 in Weimar an dem Thema: „Die Transformation Europas – Woher? Wohin?“

Insgesamt werden pro Jahr vier SchulBrücken Europa an unterschiedlichen Orten (z.B. Dresden, Greifswald, Heidelberg, Naumburg, Weimar) und zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr durchgeführt. An unserer SchulBrücken-Gruppe nehmen SchülerInnen aus Deutschland (idealerweise eine Schule aus Ost- und eine Schule aus Westdeutschland, das Alde), Italien, Polen, Russland und der Slowakei teil. In manchen Jahren wechseln auch die Teilnehmernationen. So waren wir auch schon mit Schülern und Schülerinnen aus Dänemark, den Niederlanden, und Rumänien zusammen. Insgesamt sind jeweils ca. 50 SchülerInnen aus Europa mit ihren Lehrerinnen und Lehrern versammelt. Sie arbeiten in gemischtnationalen Gruppen und sind auch in gemischtnationalen Gruppen untergebracht.

Die AlumniBrücken werden inzwischen sehr rege auch von Alde-Schülern/Schülerinnen besucht.

Die bislang erst zweimal in Weimar und Jena durchgeführten LehrerBrücken besuchten vom Alde zwei Kolleginnen und Kollegen.

Bundespräsident a.D. Richard von Weizsäcker, formulierte einmal:

„Mit lebhafter Freude verfolge ich, wie sich das Jugendprojekt SchulBrücke Europa der Deutschen Nationalstiftung in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung entwickelt. Ein solches Projekt ist langfristig das Beste und wohl auch Wirksamste, was wir für die Zukunft Europas beitragen können.“

Bodo Dreves, 03.10.2018