Vorweihnachtliche Mathematik

von Dr. Albert Kapune

Das mathematische Haus vom Nikolaus

Pünktlich vor dem Nikolaustag beschäftigten sich Alde-Schüler mit dem Haus vom Nikolaus:
Das-ist-das-Haus-vom-Ni-ko-laus – das Zeichenspiel kann doch jedes Kind, oder? Allerdings steckt hinter diesem einfachen Zeichenspiel viel mehr. Dr. Benölken – Experte für Begabungsförderung – (Anne-Frank-Gymnasium Werne und Universität Münster) konnte als Referent für dieses Thema gewonnen werden. Er führte die Schüler systematisch in die Arbeit ein und ließ ihnen viel Platz Mathematik selbst zu entdecken.

 

»Das Haus vom Nikolaus kann man in einem Zug zeichnen, da es nur zwei Knoten gibt, an denen eine ungerade Anzahl von Kanten endet – oder anders gesprochen: das Haus vom Nikolaus besteht aus fünf Punkten, die durch Strecken verbunden werden. Passiert man einen Punkt so geht eine Strecke hinein und eine hinaus. Nur beim Anfangs- und Endpunkt endet auch eine ungerade Anzahl von Strecken. Das ist auch der Grund, warum man das doppelte Haus vom Nikolaus nicht in einem Zug zeichnen kann.« erläutert Dr. Pallack, der das Förder-Angebot gemeinsam mit der Fachschaft Mathematik des Aldegrever-Gymnasiums ins Leben gerufen hat.

 

Aber das war natürlich nur eine von vielen Fragestellungen, die an diesem Tag bearbeitet wurden. Die Schüler lernten die Grundlagen der Graphentheorie – so nennt man das dahinter stehende mathematische Teilgebiet – kennen. »Die Graphentheorie hat viele Anwendungen. So steckt diese Mathematik z. B. in Navigationsgeräten zum Finden des kürzesten Weges. Aus pädagogischer Sicht ist dieses Teilgebiet ebenfalls spannend, da man hier selbst viel entdecken kann.« erklärt Dr. Benölken.

 

In einer Rückmelderunde beschrieben die meisten Schüler, dass ihnen das selbstständige Arbeiten an diesem Tag besonders gut gefallen hat. Da es das erklärte Ziel des Förderprojektes ist, Schüler zum selbstständigen Arbeiten an mathematischen Fragestellungen zu befähigen, war dieser Workshop ein wichtiger Baustein.

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