Vorsicht zersäglich!

von Dr. Albert Kapune

Der Informationsstand

Europatag am Aldegrever-Gymnasium und die 7b rettet den tropischen Regenwald. Aha, interessant! Man möchte meinen, der verantwortliche Erdkundelehrer sollte sich nach einem anderen Gelegenheitsjob umschauen. Die tropischen Regenwälder Indonesiens, Brasiliens und des Kongos mögen zwar fern der europäischen Gestade liegen, aber dennoch betreffen sie uns alle.

 

Wir alle tragen zu ihrer Zerstörung bei. Griechenland macht zwar vieles vergessen, aber auch für die grüne Lunge des Planeten lässt sich eine europäische Verantwortung nicht abstreiten.

 

Also, was können 27 Schüler und Schülerinnen unternehmen, um dieser Verantwortung gerecht werden. Nun ja, die Euphorie war zunächst nicht groß, der Regenwald vielleicht doch zu fern?

 

Einige Kuchen wurden gebacken, Plakate mit Informationen über die Ursachen und Folgen der Zerstörung angefertigt. Auch Flyer, auf denen Möglichkeiten, wie dem Abholzen – alle zwei Sekunden wird Regenwald in der Fläche eines Fußballstadions gerodet – Einhalt geboten werden kann, wurden gedruckt.

 

Auf dem Marktplatz wurde der Informationsstand ins rechte Licht gerückt. Schon schwirrten die Schüler und Schülerinnen aus, um die Soester Mitbürger über die Regenwaldproblematik aufzuklären. Dabei trotzte die 7b nicht nur der Kälte. Viele Jugendliche mussten die Erfahrung machen, dass gar nicht alle Passanten sich die Zeit nahmen oder wenig Interesse an einer jähen Rettung des Urwalds und seiner Artenvielfalt hatten.

 

Aber schlussendlich kann doch von einem Erfolg des Projekts die Rede sein. Insgesamt konnte die 7b 350 Euro an Spenden sammeln. Aber wichtiger ist noch, dass nun viele Mitschüler des Alde und unzählige Soester wissen, dass auch die tägliche Ernährung (nicht so viel Fleisch) und die eigene Lebensweise (z. B. Recyclingpapier mit dem blauen Engel nutzen) sich auch positiv auf den tausende von Kilometern entfernten Regenwald auswirken können.

 

Vielen Dank an die 7b und Frau Klawitter, die uns unterstützt hben. Ich hoffe, es hat auch ein wenig Spaß gemacht.

 

S. Tietjen

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