Szenenapplaus beim 4. Alde-Kurzfilm-Festival

von Dr. Albert Kapune

Aldenale-Preisverleihung

Etwa 50 Zuschauer kamen am Dienstagabend bei der diesjährigen »Aldenale« bei freiem Eintritt, Gratis-Popcorn und Freigetränken voll auf ihre Kosten.

Vorgeführt und prämiert wurden die sechs Kurzfilme, welche die Schüler der Literaturkurse 2010/11 und 2011/12 von Herrn Zschocke am Aldegrever-Gymnasium gedreht hatten.

 

Mehrere Wochen der Vorbereitung waren vorausgegangen, in denen Ideen gesucht, Drehbücher geschrieben, Schauspieler gecastet, Drehorte gesucht und schließlich die einzelnen Szenen in und um Soest gedreht worden waren. Bemerkenswert ist insbesondere, dass die Schüler trotz ihrer Abi-Vorbereitung noch Zeit für dieses Projekt fanden, insbesondere für die langwierige Nachbearbeitung des Films am Computer, wofür sie die Grundlagen mittels der Filmschnitt-Programme in den PC-Räumen der Schule vermittelt bekommen hatten.

 

Den Filmabend eröffnete der »Film ohne Namen«, die Geschichte zweier Freundinnen, von denen die eine rechtzeitig merkt, dass das Leben mehr zu bieten hat als Party, Saufen und Abhängen, und die andere komplett »abstürzt«.

Es folgte »Heidi – Mitten im Leben«, eine originelle und witzige Parodie der Heidi-Geschichte, mit echten Ziegen aus dem Völlinghauser Wildgehege gedreht, in der insbesondere Marlen Meßollen als gestrenges Fräulein Rottenmeier und Mathias Klatt als Geißen-Peter überzeugten.

 

Der dritte Film war »Morgen«, die Verfilmung einer im Unterricht entstandenen Kurzgeschichte von Martina Beater über einen Mann, der es nicht schafft, seine Frau zu verlassen, obwohl in ihrem Ehefilm der Abspann schon lange gelaufen ist.

Danach wurde »Rache ist Oregano« gezeigt, ein Film über eine originelle kleine Rache einer jungen Frau an ihrem untreuen Freund, zu dem Laura Schäckermann das Drehbuch geschrieben hatte und in dem sie als Hauptdarstellerin so überzeugend agierte, dass ihr die dreiköpfige Lehrer-Jury (Herr Jacob, Frau Kleve, Herr Zschocke) den Preis als beste Hauptdarstellerin zuerkannte.

 

Als vorletzter Film war das Mini-Epos »The Last Emperor« zu sehen: Sehenswerte Stunts und gut choreografierte Kampfszenen kompensierten hier die eine oder andere Länge. Den Höhepunkt des Abends bildete der Schlussfilm »Rapunzel und der Beat«, frei nach Motiven des Rapunzel-Märchens. Frederik Abel gab alles in der Rolle des Prinzen auf der abenteuerlichen Suche nach seinem Rapunzel und wurde dafür als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Für das witzige, schwungvolle Werk gab es zudem einen Sonderpreis für die besten Spezialeffekte (Lukas Dieckmann) und den Zuschauerpreis in Form einer dem »Oscar« nachgebildeten goldenen Statuette namens »Henry« sowie Kinokarten für die ganze Gruppe. Häufiger Szenenapplaus und kräftiger Schlussapplaus für die ausgezeichneten Filme und Akteure zeigten, dass die Zuschauer einen unterhaltsamen Abend verbracht hatten.

 

Angesichts dieses Erfolges wird nun überlegt, diesen alljährlichen Filmabend künftig in einem der beiden Soester Kinos stattfinden zu lassen.

 

Wolfgang Zschocke 

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