Spontaner Sprung ins kalte Wasser

von Dr. Albert Kapune

Mitglieder der Irrland-Truppe

Die Irrland-Truppe bewies Mut. Nach nur einem halben Jahre Training schon zum zweiten Mal auf die Bühne zu gehen und sich im Improvisationstheater zu versuchen, das setzt viel Courage voraus. Seit September bringt der engagierte Alde-Lehrer Thomas Jacob, selber erfahrener »Impro-Spieler« und Leiter der Theater-AG, einem halben Dutzend Schülern zwischen elf und 18 Jahren bei, wie man auf der Theaterbühne Szenen aus dem Stegreif entwickelt. Irrland nennt sich die kleine Gruppe.

 

Trat Jacob beim ersten Mal im Dezember noch selber mit auf, überließ er am Freitag die Bühne den Schülerinnen und dem einen Schüler. Jacobs Bruder Gunnar Hamann spielte auch mit und servierte dem Publikum als Moderator und Koch in einem »Drei-Gänge-Menü« mehrere Improtheater-Disziplinen. Die Schüler schlugen sich gut, wenn man bedenkt, dass sie sich erst seit einem halben Jahr mit Improtheater beschäftigen. Mit dem »Sprung ins kalte Wasser« wollte ihnen Lehrer Jacob »die Angst vor dem Auftritt nehmen«.

 

Natürlich war den jungen Spieler die Aufregung anzumerken. Sie führte manchmal zu Lachanfällen oder zum »Block«, wie man beim Improtheater eine falsche Reaktion nennt, welche die Entwicklung einer Szene auf der Bühne hemmt. Doch das Publikum aus Familien, Lehrern und Mitschülern war wohlwollend und wusste den Mut der Akteure zu würdigen.

 

Wegen Dacharbeiten musste der Auftritt von der Aula in die Mensa verlegt werden. Podeste und Technik wurden also vor dem Auftritt quer über den Schulhof in den Mensa-Pavillon geschleppt. Die Notlösung erwies sich als goldrichtig: Der Raum passte perfekt und empfahl sich für weitere kleine Veranstaltungen.

 

Soester Anzeiger, 04.04.2011 (kb)

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