»Seensuchts«-Förderung

von Dr. Albert Kapune

Die Übergabe der neuen Ruderboote

Der Förderkreis des Aldegrever-Gymnasiums hat der Ruder-AG 13 gebrauchte Boote spendiert – eine Anschaffung von knapp 10000 Euro.

 

Wasser hat bekanntlich keine Balken. Sonst hätte das Arnsberger Franz-Stock-Gymnasium ein Problem weniger gehabt, dafür aber etwas, woran sie ihre Botte hätten festbinden können. Dann hätte aber das Soester Aldegrever-Gymnasium jetzt auch ein paar Ruderboote weniger. 13 Stück hat das Alde von den Kollegen aus dem Sauerland übernommen, bei denkbar kürzestem Transportweg: Bislang lagerten die Boote nebenan in der Jugendherberge, jetzt sind sie im Bootshaus des Alde-Landheims. Seit der Jugendherbergsverband die benachbarte Einrichtung vom bisherigen Pächter übernahm und pro Vertragspartner eine Beteiligung von 120000 Euro an den Sanierungskosten forderte, den die Schule nicht aufbringen konnte, sah sich diese gezwungen, die Sportgeräte zu verkaufen.

 

Ein Abnehmer war schnell gefunden, denn immerhin kannten sich die beiden Pädagogen, die an den jeweiligen Schulen für den Rudersport zuständig sind, schon seit vielen Jahren, und Hubert Wienhues (Alde) ist voll des Dankes, »dass mein Kollege Franz-Wilhelm Hartwigt an uns gedacht hat. »Gegen einen ›kleinen Obolus‹«, wie Achim Zickwolf, Vorsitzender und Geschäftsführer des Förderkreises, den Betrag nennt, überließen die Arnsberger den Soestern die Boote, einen Steg und einen Bootswagen für Skiffs. Am Franz-Stock-Gymnasium endet damit die Ruder-Ära. Denn beide Schulen hätten einen zu ausgebuchten Terminkalender, um das Bootshaus zu nutzen – quer durch alle Jahrgangsstufen sind rund 180 »Seensüchtige« in der Ruder-AG des Alde aktiv. Logistisch stieß das Alde damit an seine Grenzen, »umso mehr freuen wir uns, den Jugendlichen diesen Unterricht jetzt in erweitertem Umfang bieten zu können.« Hartwigt bedauert: »Immerhin ist es ein Trost, zu wissen, dass die Sachen zumindest in guten Händen sind.«

 

Der Alde-Förderkreis nutzte die Gelegenheit, um auch den Zaun zur Straße zu erneuern. Insgesamt brachte der Verein dazu knapp 10 000 Euro auf, finanziert durch Spenden und verschiedene Aktionen. »Im kommenden Jahr wollen wir das Bootshaus erweitern«, erklärt Zickwolf. Um ausreichend Platz für die erweiterte Ausstattung zu bieten, soll das Gebäude um die Hälfte seiner bisherigen Fläche vergrößert werden. 

 

Soester Anzeiger, 20.10.2011 (kb)

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