Nach den Abiturprüfungen stehen nun die Abi-Bälle ins Haus

von Dr. Albert Kapune

Abiballplanung

»Das ist mehr Arbeit als man denkt«, sind sich die Abiturienten der Stadt Soest einig. Nach all den Wochen mit Lernstress und Prüfungsanspannung gilt es jetzt, eine besondere Aufgabe zu stemmen. Der große Abitur-Ball steht am kommenden Wochenende an. Der krönende Abschluss einer jeden Abiturlaufbahn. Dieser Ball soll mehr als nur eine gute Veranstaltung werden.

 

Seit vielen Wochen arbeiten die extra einberufenen Komitees an einem guten Gelingen des Festballs. Dass da weit mehr hinter steckt als bloß ein paar Einladungen verschicken und Tischdecken aufbügeln, versteht sich von selbst. Yourzz.fm schaute beim letzten Treffen vor dem großen Ball hinter die Kulissen der Vorbereitungsgruppe des Aldegrever-Gymnasiums.

 

Vom Aufbau bis zum Abbau, die komplette Planung liegt in den Händen der Schüler: »Um 10 Uhr brauchen wir starke Männer zum Aufstellen der Tische«, »Ab 11 Uhr kann die Band aufbauen«, »Die Blumengestecke kommen dann auch und müssen sofort auf die Tische gelegt werden«, tönt es durcheinander. Ein genauer Plan muss her, damit auch wirklich nichts schief geht.

 

»Man hat so viele Sachen im Kopf und hofft, dass man nichts vergisst«, so die Erfahrung der Schüler, »doch das ist gar nicht so einfach.« Die Dekoration zum Thema »Abinopoly« der Tische wird von den frischen Abiturienten teilweise noch selber gebastelt, der Rest kommt aus dem Blumenladen.

 

Gerade erst ist der Planungs-Gruppe ihr Fotograf abgesprungen. Zum Glück war schnell ein neuer Bildermacher gefunden. Für eine Fotoecke werden noch die passenden Einzelheiten besprochen, soll ein Sofa dort stehen oder nicht? Ist die Akustik in dem Raum ausreichend? Brauchen wir noch Mikrofone? Für den Abbau muss die Gruppe Müllsäcke organisieren. Außerdem müssen sie die Servietten falten, eine Leinwand besorgen und die Bilderschau fertig stellen.

 

»Ich habe eine Liste gemacht. Es ist ein gutes Gefühl, dort nach und nach alle Punkte abhaken zu können«, freut sich Katharina Leu. Doch dafür müsse man erst mal all die anderen Beteiligten erreichen können. Die Mitglieder des Organisationsteams müssen nicht nur die Hektik dieser Tage aushalten, sondern mit einem weiteren Problem umgehen – dem Budget. Ständig halten sie Kontakt zum Finanz-Komitee. Dabei geht es nicht um kleine Beträge. Hier müssen ein paar hundert Euro für die Reinigung, dort ein paar Hundert für die Blumengestecke eingeplant werden, auch die Band will bezahlt sein.

 

Und dann ist da noch ein »überirdisches« Problem, mit dem die Nachwuchs-Event-Manager kämpfen müssen – der Fußballgott. Meint der es nicht gut mit den Abiturienten, spielt das deutsche Team am Samstag genau während des Abiballs.»Wenn jemand sagt, ich komme nicht wegen des Sports, dann ist das seine Sache«, findet Max Hoffmann aus dem Planungskomitee. Aber die ehemaligen Schüler sind optimistisch.

 

Und wenn es schief läuft? »Dann schauen wir nach einem Plan B.«

 

Soester Anzeiger, 24.06.2010 (jyl)

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