Mitsprache bei Kalender
von Dr. Albert Kapune
Der erste Kalender »Junge Künstler sehen Soest« war bereits ein Renner und wurde mehr als 1400-mal verkauft. Doch die Neuauflage für 2010, an der 40 Alde-Gymnasiasten mit ihren Kunstlehrern Christiane Düllmann und Velix F. Kühnen gearbeitet haben, könnte das Erstlingswerk noch übertreffen. Die Jury hatte jetzt die sprichwörtliche Qual der Wahl, die besten Motive für die 13 Kalenderblätter auszuwählen. Für das Januar-Blatt konnten und wollten die Juroren sich nicht festlegen. Zur Auswahl stehen zwei gelungene Motive der Soester Zwiebel neben der Paulikirche und die Wiesenkirche. Ergo kam das Team überein, die Anzeiger-Leser abstimmen zu lassen. Jeder ist also aufgerufen, sich die beiden Entwürfe im Netz anzusehen und auf seinen Favoriten zu klicken. Die Online-Abstimmung läuft ab sofort.
»Alle Schüler haben das Projekt mit Begeisterung angenommen. Die Bilder entstanden ausschließlich in der Freizeit – ja sogar während der Sommerferien«, schildert Kunstlehrer Kühnen. Skizzen wurden entworfen und verworfen, Motive konzipiert und Techniken probiert. Über sechs Monate setzten sich Schüler und Lehrer intensiv mit dem Projekt auseinander, bis alle mit dem Ergebnis zufrieden waren.
Der Soest-Kalender 2010 wird aber nicht nur durch die künstlerischen Leistungen der Zeichnungen, Skizzen, Radierungen und Malereien bestechen. Er bietet obendrein ein Soester Kalendarium, in das die wichtigsten Soest-Termine von der Kirmes über den Bördetag bis hin zu den speziellen Soester Ferientagen vorgemerkt sind. Und weil niemand perfekt ist, rufen die jungen Künstler auch hierbei zur Hilfe auf: Wer einen wichtigen, allseits interessierenden Soest-Termin weiß, soll sich melden: Am einfachsten per E-Mail an stadtredaktion@soester-anzeiger.de. Wie auch im vergangenen Jahr wird der Soester Anzeiger den Kalender Blatt für Blatt, Künstler für Künstler im Spätherbst vorstellen. Der Verkauf soll Ende Oktober beginnen.
Soester Anzeiger 18.09.2009
