Mit fairen Bällen für die Welt

von Dr. Albert Kapune

Fair Trade am Alde

Fair gehandelte Schokolade gab es jetzt an zwei Tagen am Aldegrever-Gymnasium in den großen Pausen. Geplant und durchgeführt wurde diese zweitägige Veranstaltung von der Eine-Welt-AG des Aldegrevergymnasiums unter der Leitung von Gerhard Born und Julia Wilkening. Neben dem Angebot von Schokolade aus fairem Handel wurde zu einem Quiz über den fairen Handel eingeladen. Der Höhepunkt war dann das Torwandschießen mit fairgehandelten Fußbällen. Gegen ein Startgeld, das wiederum einem Projekt in Afrika/Togo zugute kommen soll, konnten die Teilnehmer einen Fußball oder Handbälle aus fairem Handel gewinnen. Informationsmaterial zum Fair Trade und zum Fair-Trade- Town-Prozess, bei dem die Stadt Soest mitmacht, wurden an die Mitschüler verteilt.

 

Das Aldegrever-Gymnasium engagiert sich über die Eine- Welt-AG schon seit 1995 bei der Entwicklungszusammenarbeit. So wurden bisher zahlreiche Projekte der Jürgen-Wahn-Stiftung in Afrika und Guatemala unterstützt. In Togo geht das Geld an ein Schulpatenschaftsprojekt der Jürgen-Wahn-Stiftung, durch das die Kinder mit Schulmaterialien und einem gesunden Schulessen versorgt werden.

 

In Guatemala wird das Projekt »Gelbes Haus« gefördert. Hier können Kinder und Jugendliche, die sonst vom Müllsammeln leben, schulisch und psychologisch betreut werden. Auf jedem Elternsprechtag gibt es ein Angebot von fair gehandelten Waren beim sogenannten Elternsprechtagscafé. Durch den Kauf von fairgehandelten Waren wie Tee, Kaffee, Honig, Wein oder Gebrauchsartikel können die Kleinbauern und Handwerker direkt gefördert werden und sie sind dabei nicht bloße Almosenempfänger. Die Aktion am Aldegrever-Gymnasium soll dazu führen, den fairen Handel unter den Mitschülern bekannter zu machen. Gleichzeitig beteiligt sich das Alde an dem Projekt Fair-Trade-Town, das die Stadt Soest zur dauerhaften Zertifizierung als »Stadt des fairen Handels« führen soll.

 

Soester Anzeiger, 19.04.2013

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