Mathefilme machten bei YouTube die Runde
von Dr. Albert Kapune
Bei Mathefilmen denken die meisten an Good Will Hunting oder vielleicht auch die Serie Numbers. Die Schüler des Aldegrever-Gymnasiums entwickelten jedoch eine ganz andere Art von mathematischen Filmen. »In der Einführungsphase der Oberstufe wird besprochen, wie man Funktionen gezielt manipuliert, um z. B. Bilder mit Graphen von Funktionen zu zeichnen.« erklärt Dr. Pallack. Im Unterricht wurden viele solcher Bilder mit graphischen Taschenrechnern erstellt und zu Filmen verschmolzen. Die Ergebnisse findet man bei YouTube unter den Suchbegriffen Aldegrever Polynome bzw. unter www.pallack.de/Tanzende Graphen.
Das Projekt wurde im letzten Jahr abgeschlossen – mittlerweile haben die Filme jedoch die Runde gemacht und wurden auch von Lehrerinnen und Lehrern anderer Schulen entdeckt. Nadine Moschkelewski: »Ich habe bereits einem Schüler für ein Referat von einer anderen Schule erklärt, wie man solche Filme macht. Über das Internet ist die Kommunikation ja unkompliziert.« Ein Fachartikel, der die pädagogischen Aspekte solcher Filme beleuchtet, ist ebenfalls erschienen – Vorträge dazu wurden angeboten. Man interessiert sich aber auch für die technische Seite: Wie erstellt man solche Filme eigentlich? Das war wohl auch der Anlass für eine überraschende Anfrage: »Im November findet eine große Lehrerfortbildung statt – die Initiatoren entwickelten die Idee, dass die Mathefilme dort vorgestellt werden sollen. Am Besten können das wohl die Erfinder – also die Schüler selbst.« führt Dr. Pallack aus.
Die Schülerinnen Ina Zimmermann und Laura Mähler nahmen die Herausforderung an und entwickeln nun Ideen, wie man das Making of der Soester Mathefilme Lehrern am Besten erklären kann. Auf die Resonanz und vor allem die Fragen sind beide natürlich gespannt. Ina Zimmermann: »Das Erstellen der Mathefilme hat Spaß gemacht – wir fänden es toll, wenn wir helfen können, dass so etwas auch an anderen Schulen angeboten wird.«
Dr. Andreas Pallack
