La Notte della Musica
von Dr. Albert Kapune
Einen Konzertabend, der es in sich und für jeden etwas zu bieten hatte, präsentierte die Soester Musikschule jetzt unter dem klangvollen Titel »La notte della musica« in der Aula des Schulzentrums. Eine nahezu perfekte musikalische Mischung boten junge Nachwuchsmusiker und bereits seit Jahren etablierten Künstler ihrem Publikum. Tosender Applaus war den über 60 Mitwirkenden ebenso sicher wie begeisterte »Bravo-Rufe«.
Locker-charmant führte Torsten Kickelbick als Moderator durch diesen Musikabend, der aus einer Idee von Karl-Heinz Pröpsting entstanden war. Der Musiklehrer des Aldegrever-Gymnasiums machte denn auch den Auftakt mit dem Trippenmekers Blasorchester. Ob es nun eine »Schwedische Rhapsodie«, eine Songs-Auswahl aus dem Musical »Tarzan« und »Sunshine Samba« war oder ob die Trippenmekers gemeinsam mit dem Blasorchester der Musikschule und seinem Leiter Martin Schröder den Triumphmarsch aus »Aida«, »The second walz« oder »Pomp and circumstance« spielten – die jungen Leute bekamen reichlich Beifall. Es zeige sich: Ihr eifriges Proben in den vergangenen Wochen hatten sich gelohnt.
Mit dem Soester Madrigal Syndikat (SMS) stand ein Quartett auf der Bühne, das über die Soester Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Auch diesmal überzeugten Arp Hinrichs, Wolfram Herbe, Hans Heyer und Stefan Wiesner mit Stücken wie »Caledonia«, »The Lion sleeps tonight« und »Can’t buy me love«.
Die drei Sängerinnen von »Damenart« aus Paderborn waren kurzfristig eingesprungen, weil der Soester Frauenchor »Frizzante« wegen Krankheit nicht auftreten konnte. Klar, dass die drei für ihre gekonnten Darbietungen, darunter der beliebte »kleine grüne Kaktus«, viel Beifall bekamen.
»Frizzante«-Chorleiterin Cornelia Fisch war aber gekommen und bildete als Sängerin gemeinsam mit den Musikschul-Dozenten Luisa Kimmel am Klavier, Martin Schröder an der Trompete und Ulrich Rikus am Cello die »Phantastischen Vier«, die mit niveauvollen Darbietungen überzeugten.
Als später das Saxofonquartett »Four after eight« die jazzige Version des Kirmeslieds in einer Bearbeitung von Patrick Porsch spielte, gab's jubelnden Applaus. »Es war die außergewöhnliche Mischung, die diesem Konzert seine ganz persönliche Note gab«, lautet der Tenor der Zuhörer. Der Anspruch »Musik für jedermann« zu machen, war bestens erfüllt.
Wenn auch getrost mehr Zuhörer hätten kommen dürfen, kann die Benefizveranstaltung zugunsten der Musikschule als Erfolg gewertet werden. Darüber freute sich auch die stellvertretende Bürgermeisterin Christiane Mackensen, die zur Begrüßung gesprochen hatte.
Der gemeinsame Gesang beim Finale – inklusive Bläserbegleitung – »Kein schöner Land«, »Die Gedanken sind frei«, »Freude, schöner Götterfunke« und »Nehmt Abschied, Brüder, ungewiss«, setzte einen eindrucksvollen Schlussakkord unter eine gelungene »Notte de la Musica«.
Soester Anzeiger, 04.10.2010 (sgh)
