Jubiläum 20 Jahre Alde-Big-Band

Hallo, liebe Freunde des Aldegrever-Gymnasiums und speziell liebe Jazz-Freunde,

 

auch die neue Internet-Seite des Alde wird Informationen über Big-Band, Bläserklasse, Rock-Band und andere Sparten unseres musikalischen Lebens bringen, und hier und jetzt gibt es die letzten Informationen über das Konzert und die Feier zum 20-jährigen Jubiläum der Alde-Big-Band vom Samstag, 25. Oktober 2008:  Die Vorbereitungen zu diesem Konzert waren sehr intensiv, wir haben in der Woche vor dem Konzerttermin noch viermal geprobt. aber letztlich hat es sich bezahlt gemacht.

 

Da wir für den Auftritt einen Mitschnitt vorgesehen hatten, startete der Samstag um 15.30 mit einem sog. Soundcheck. Das Konzert selbst war sehr schön, vor allem auch, weil das Publikum (geschätzte 130 Besucher) uns sehr wohlgesonnen war und durch Anwesenheit und Verhalten eine für uns sehr angenehme Atmosphäre erzeugte. Die mit Konzertplakaten und Chronologien belegten Tische wurden überraschend intensiv frequentiert, gerade auch von den ehemaligen Spielern, von denen sehr viele erschienen waren. 

Wir hatten für das Konzert einen Mitschnitt durch ein professionelles Studio arrangiert, so dass für die ABB eine gewisse Grundspannung während des gesamten Konzertes angebracht war. Das Konzert lief sehr gut, gerade auch unter dem Gesichtspunkt, dass wir bei zwei Titeln (Chattanooga choochoo, Blue mooon) mit 2 neuen Sängerinnen Premiere hatten. Des Weiteren haben wir einige neue Titel erstmalig gespielt, die teilweise von ihrem Schwierigkeitsgrad her auch gezielte Herausforderungen darstellten (It don’t mean a thing, Song for my father, Children of Sanchez, Linus and Lucy, Indiana). Ergänzt wurde das Programm von einigen Standards aus unserem Repertoire (z. B Pennsylvania 65000, Blue Rondo a la turk.

 

Der Höhepunkt, auf den die meisten sehr gespannt gewartet haben, wurde zweifelsohne mit dem Auftreten der ehemaligen ABB-Mitglieder erreicht. Und mit folgender Besetzung starteten die Ehemaligen für 2 Titel (Tuxedo junction und Hello, Dolly) in das Konzert:

as

Anna Kehlbreier, geb. Lehmann
Sara Norpoth
Arnold Giers

fl

Christina Schilde, geb. Diergarten  
Lauren Mertens

cl

Virginia Mertens

tp

Florian Kroll

Daniel Wisgalle
Jens Schroer

tb

Markus Brune

eg

Stefan Kleine
Carsten Schulte

eb

Stefan Hitzke

ds

Christian Gasse

Diese Gruppe wurde verstärkt von Tobias Zastera (tb) und Carla Schulze (p), und es lief richtig gut, obwohl viele sicherlich ihre Instrumente schon länger nicht mehr kontinuierlich bedienten. Es folgten 3 Titel (Watermelon man, Little brown jug, Tequila) mit allen zusammen, die Bühne wurde dabei so angefüllt, dass der komplette Blech-Satz nur stehend spielen konnte. 

Nach getaner Arbeit konnten wir dann zum Feiern übergehen, und nach vielen Begrüßungen und ersten Gesprächen konnte das bereitgestellte Buffet ab 19.30 von allen in Angriff genommen werden.  Es gab viel zu erzählen, vor allem mit denjenigen, die man schon lange nicht mehr gesehen hatte. Heike Hofsäß, geb. Niemeier (p ) hatte kurzfristig abgesagt, sie lebt sehr zufrieden in Karlsruhe, hat promoviert in Bio?-Chemie und 2 kleinere Kinder. Kurzfristig abgesagt hatte auch Gabriele Nübel (cl ), die zweite nach Claudia von 4 Nübel-Geschwistern (man kann fast von einer Dynastie sprechen). Thomas (ds) und Georg (tb) sind noch für einige Zeit in der ABB tätig  (so hoffe ich). 

Sara Norpoth konnte nur mit geliehenem Saxophon mitspielen, da ihres momentan defekt ist. Es hat wie immer prima geklappt. Sie hat ihr Studium in Kunst und Musik fast abgeschlossen und hat damit ihre genetischen Veranlagungen und Vorlieben (und auch die ihres viel zu früh verstorbenen Vaters, der am Alde Kunstlehrer war) zu ihrem zukünftigen Beruf gemacht, bei dieser Fächerkomposition eine wunderbare Perspektive.

Christina Schilde lebt mit ihrer Familie in Haltern und ist Kollegin an einem Gymnasium in Billerbeck, sie war mit Mann und Kind zum Konzert anwesend, konnte aber leider nicht zum abendlichen Treffen bleiben.

Jan Cramer war mit seiner Freundin Maria, einer Glaziologin, anwesend, hatte aber nicht mehr den Mut, seine vor Zeiten noch regelmäßig – und nicht schlecht – gespielte Trompete mitzubringen. Wahrscheinlich ist er zu sehr damit beschäftigt, Nautik zu studieren und sein Kapitänspatent zu erwerben. Ich bin gespannt, ob er meinem Wunsch entspricht und mich zu seiner Jungfernfahrt einlädt, und wenn es nur von Hamburg bis Helgoland ist. Im Übrigen hätte ich neben Jan stundenlang am Tresen oder sonst wo stehen oder sitzen können, solange er ruhig geblieben wäre, hätte ich ihn nicht wiedererkannt: Keine Brille mehr (die Sehschwäche hat er sich des Berufes wegen weglasern lassen), schwarze, gaaaanz kurze Haare, Kinnbart, er war mir ein Fremder, bis er anfing zu reden.

Ernst und Gail Kuschel hat das Schicksal (mal wieder) nach Deutschland geführt. Nach seinem Abitur 1995 hat Ernst im Rahmen seines Studiums ein Stipendium für die USA erhalten und ist da komplett hängengeblieben – mit Familie, Kindern und ordentlicher Anstellung, die ihn jetzt für 2 Jahre nach Deutschland (Berlin) zurückgeführt hat, passend zum Jubiläum ABB 20! Das Spielen seiner Trompete ist ihm wohl schon etwas länger ungewohnt, aber er hat sie noch.

Christian Gasse hatte seine Freundin mitgebracht und bearbeitet die Felle noch genauso gekonnt wie vor Jahren – so was verlernt man nicht. Er ist mit seiner Lebenspartnerin beim WDR beschäftigt, und beide machten einen rundum zufriedenen Eindruck. Vater Gasse war auch zugegen und freute sich sichtlich, dass die unter seiner tätigen Mithilfe vor vielen Jahren erstellten hölzernen Notenpulte immer noch in Gebrauch sind. Sie werden auch beim nächsten Jubiläum, so es denn noch stattfindet, immer noch im Gebrauch sein.

Auch Carsten Schulte, dem ich zwischendurch immer mal wieder begegnet bin (so auch auf der inzwischen abgelaufenen Allerheiligenkirmes), macht einen rundum zufriedenen Eindruck mit seinem Beruf in Frankfurt. Ich musste irritiert feststellen, dass ich ihn als Bassisten eingestuft habe, obwohl er immer Gitarre gespielt hat und noch spielt.

Über Daniel Wisgalle kann nur etwas im Doppelpack mit Markus Brune erzählen, die beiden treten immer wie Pat und Patachon auf, herzerfrischend, immer einen Spruch (einen dummen oder einen schlauen) auf Lager. Beide waren selbstverständlich mit Trompete und Posaune anwesend, und beide sind selbstverständlich auch so ziemlich als letzte gegangen. Beide machen offensichtlich ihren Weg in den Beruf mit großem Engagement und Zufriedenheit. Das etwas zu kurz geratene Biertrinken mit den beiden auf der Allerheiligenkirmes am Zwiebelstand habe ich sehr genossen.

Lauren und Virgina Mertens waren ebenso spielsicher wie früher mit Flöte und Klarinette da und machen offensichtlich auch ebenso zielsicher ihren beruflichen Weg: Virginia etwas im naturwissenschaftlich-chemischen Bereich im Rhein-Main-Gebiet, Lauren etwas im meteorologischen Bereich in Bonn?

Stefan Kleine ist noch lange Jahre der Big-Band als Gitarrist neben seinem Studium in Dortmund treu geblieben und stand uns immer zur Verfügung, es sei denn, seine Mannschaft spielte im Aquaball oder Dortmund hatte ein Heimspiel und er dafür eine Karte.

Stefan Hitzke hatte sich mit seiner angetrauten Dorothe angekündigt, die aber aus familiären Gründen abgesagt hatte. Die beiden haben zwei Kinder, und alle hoffen täglich, dass Stefan von seinen Polizeihubschraubereinsätzen heil zurückkommt. Aber obengeblieben ist noch keiner, und das Bass-Spielen hat er selbstverständlich auch nicht verlernt. Der Kommissar hatte sich auch, pflichtbewusst wie er nun mal ist, Noten zum Üben zuschicken lassen. Auf die deutschen Beamten ist nun mal Verlass.

Florian Kroll konnte eigentlich nichts verlernt haben, er gehört mit Christian Piel und Christoph Dickten – dem ungekrönten Dalmuti-König der Probentage der letzten Jahre (Tobias wird jetzt aufmucken, aber beide zusammen muss man wohl als Erzschummler bezeichnen!) – zu den Abiturienten des Jahrganges 2008, und die können es immer noch und haben es an diesem Abend mal wieder zeigen können. 

Jens Schroer gehört zum Abiturjahrgang ich weiß nicht mehr irgendwann in den 90ern und macht eine beachtliche Laufbahn als Musikstudent an der Uni Osnabrück, wo er ein Blasorchester mitbegründet hat und es folgerichtig auch leitet. Wenn ich mich richtig entsinne, promoviert er gerade oder beabsichtigt es. Mr Zuverlässig persönlich, aber so habe ich ihn auch in der ABB kennengelernt. Weiterhin alles Gute!!

Anna Kehlbreier, geb. Lehmann hat lange Jahre zusammen mit ihrem Vater Siggi (als Gitarrist) in der Big-Band gespielt und ist jetzt (verheiratet, ein Kind) in Münster beruflich an der Uni als Laborantin tätig. Sie war mit Martha, Ehemann Harald, Siggi, Christel und Altsax vor Ort und konnte ohne Probleme noch in die Materie einsteigen. Martha hat’s genossen (jedenfalls hat sie wenig geschrieen).

Auch Moritz Fiebig ist vom Abiturjahrgang 2000 plusminus, schon seit Jahr und Tag Medizinstudent und momentan im praktischen Jahr in Lünen. Auch bei ihm muss ich so etwas wie Nibelungentreue zur ABB feststellen, wann immer er gerufen wurde, war er mit Bass und Noten zur Stelle und hat seinen Part hervorragend abgerufen, wann immer Studium und Volleyball es zuließen. So gibt es einige feste Termine, wann wir uns im Jahr wieder sehen, und auch wir finden noch immer Gelegenheit, das eine oder andere Bier miteinander zutrinken.

Der Abend an sich ist wie im Fluge vergangen, ich glaube, einige hatten auch das Gefühl, das angestochene Fässchen hatte mehr als ein Loch. Jedenfalls haben wir überraschend lange ausgehalten und ebensoviel Spaß gehabt. 

Das wäre es für’s erste, neue Berichte folgen, wenn es etwas zu berichten gibt. Fotos von diesem Abend werden ebenfalls folgen. Für Kontaktaufnahmen und ggf. Korrekturen und/oder Ergänzungen an diesem Bericht gibt es hier meine E-Mail-Adresse: nilbaer@googlemail.com. Ich werde alles weitergeben. Aber ihr könnt auch direkt auf dieser Seite antworten und kommentieren!

Die nächsten Termine für die ABB sind

Mo, 1.12.: Weihnachtsmarkt
Sa, 14.3.: Soester Jazz-Nacht
Di, 23.6.: Wippen (was sich hinter diesem Begriff verbirgt, sollten alle Soester wissen, für die anderen erklären wir es später.)

Und vielleicht ergibt sich noch der eine oder andere Termin dazwischen. 

Haltet Euch wacker, die Welt dreht sich weiter, und wir mit ihr, alles Gute, eine schöne Weihnachtszeit und einen gelungenen Sprung ins Jahr 2009

Karl H. Pröpsting

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