Gute Figur gemacht – »Wortklang« am Aldegrever-Gymnasium
von Dr. Albert Kapune
»Diese Worten klangen wie Musik in meinen Ohren«, heißt es, wenn etwas besonders gefällt und damit sprichwörtlich Anklang findet. Beim Wortklang im Aldegrever-Gymnasium gab es beides, Worte von Kinderbuchautor und Schriftsteller Janosch und die passende Musik für die Breaks. Lehrerin Linda Keil hatte gemeinsam mit Musiklehrer Karl-Heinz Pröpsting diesen Abend initiiert. Der 80. Geburtstag von Autor Janosch, der eigentlich Horst Eckert heißt und als solcher Kinder und Erwachsene mit seinen Texten und Bildern in seinen Bann zieht, stand dabei Pate.
Beide Organisatoren trafen mit der sehr durchdachten Auswahl der Texte und der Musikstücke genau den Nerv des Publikums. Das schuleigene Trippenmekers-Blasorchester (TBO) machte es möglich, zu Melodien wie Anything goes, Swedish Rapsodie, My heart will go on, The last rose of summer und anderen Musikstücken die Gedanken kreisen und das Gehörte Revue passieren zu lassen. Allgemeine Erheiterung machte sich breit bei der Präsentation diverser Kinderbuchpassagen, bei denen nicht nur der Frosch und die Ziege sprachlich eine ausgesprochen gute Figur machten. Janoschs Lebensmotto: »Es gibt nichts, was nicht geht«, sollte beim Wortklang gleich mehrfach unter Beweis gestellt werden. Diese Durchsetzungskraft und eine permanente Fröhlichkeit sorgten dafür, dass die nach eigener Aussage »haarsträubenden Geschichten« bis dato einen so großen Anklang finden.
Kein Wunder auch, dass sogar die achtjährige Catrin Vieregge es sich keinesfalls nehmen lassen wollte, hier aus ihrem Janosch-Lieblingsbuch etwas vorzutragen. »Es war ein sehr gelungener Serienstart«, so die einhellige Meinung von Linda Keil und Karl-Heinz Pröpsting, »den wir hoffen im kommenden Jahr ebenso erfolgreich fortsetzen zu können«.
Soester Anzeiger, 08.06.2011 (sgh)
