Geschichte in Englisch

von Dr. Albert Kapune

Amtseinführung von Martin Fischer

»Das Europa-Profil der Schule weiter schärfen«, so lautet einer der »Arbeitstitel«, die Martin Fischer setzt, seit einigen Tagen Leiter des »Alde«. Das bedeutet konkret: An dem Gymnasium soll ein bilingualer Zug mit erweitertem Fremdsprachen-Unterricht starten.

 

In einer neuen Klasse für Fünftklässler soll Englisch ganz oben auf dem Stundenplan stehen und später auch die Sprache in den Fächern Geschichte und Erdkunde sein. Martin Fischer stellte seine Ideen jetzt in der Lehrerkonferenz vor. Er sagt: »Wir schöpfen ab, was ohnehin vorhanden ist.« Denn er weiß, wie viele sprachbegabte Schüler es gibt. »Wir wollen die Kinder mitnehmen«, betont er und macht deutlich, worauf es ihm ankommt: Die Schüler auf ihrem Weg begleiten, um sie entsprechend ihrer Neigungen zu unterstützen und zu stärken. So liege ein weiterer Schwerpunkt auf umfassenden Förderkonzepten.

 

»Unsere Kinder gehen nach Europa«, hebt Martin Fischer hervor. Die Welt steht jungen Menschen offen. Mancher zieht nach dem Abitur ins Ausland, um zu studieren oder sein Geld zu verdienen. Doch selbst wer in der Heimat bleibt, erfährt im Beruf häufig, welch hohen Stellenwert Englisch im Geschäftsleben hat. Wer hier nicht fit ist, findet sich nicht zurecht. Soest steht darüber hinaus auch auf internationaler Ebene in Kontakt mit Partnerstädten. Thomas Nübel von der Abteilung Bildung und Sport im Rathaus unterstrich gestern, wie sehr er jeden Ansatz begrüßt, diese Verbindungen noch zu festigen.

 

Martin Fischer schaute inzwischen bei jeder Klasse vorbei und stellte sich vor. Gestern Morgen begrüßte er die 5b in seinem Dienstzimmer: »Guten Morgen, meine Damen und Herren.« Fröhlich umringten ihn die Kinder und stellten sich an seinem Schreibtisch auf. Madeleine und Philina nahmen auf dem Chef-Sessel Platz und drehten eine Runde. Die Fünftklässler durften beim offiziellen Presse-Termin dabei sein, als Dezernentin Johanne Nau-Wiens von der Bezirksregierung die »Arbeitspapiere« überreichte. »Denn«, so Martin Fischer, »die Kinder sind am wichtigsten.« Deshalb sollten sie auch mit aufs Foto – und sie ließen sich nicht zweimal bitten.

 

Der Schulleiter, der vom Lippstädter Ostendorf-Gymnasium nach Soest wechselte, freut sich auf die Aufgabe: »Eine Herausforderung.« Er ist angetan von einem engagierten Kollegium, das offen dafür sei, Änderungen mitzutragen, um die Schule in der gymnasialen Landschaft zu positionieren. Dazu gehört es, auch bewährte Rezepte zu betrachten sowie mit Augenmaß Neues in den Blick zu nehmen. Martin Fischer: »Die Kinder sollen sich wohlfühlen.«

 

Soester Anzeiger, 06.03.2014 (Köp.)

Zurück