Gemeinsamkeiten auf der Spur

von Dr. Albert Kapune

Schulbrücke Europa

Schafft eine gemeinsame Geschichte eine gemeinsame Identität? Dieser Frage gingen sieben Aldegrever-Gymnasiasten und ihr Lehrer Bodo Dreves beim Besuch der »Schulbrücke Europa« nach, zu der sie die Deutsche Nationalstiftung, die Robert-Bosch-Stiftung und die EJBW (Europäische Jugendbildungs- und -begegnungsstätte Weimar) nach Heidelberg eingeladen hatte. Dort trafen die Soester Altersgenossen aus Krakau/Polen, Michalovce/Slowakai, Amsterdam/Niederlande, London/Großbritannien und Rudolstadt/Thüringen.

 

Gemeinsam versuchten sie Parallelen ihrer jeweiligen Nationalgeschichte auf die Spur zu kommen. Besonders beeindruckte die Aldegrever-Schüler ein Besuch in Speyer, eine der ältesten römischen Stadtgründungen nördlich der Alpen und bedeutende Stätte des Heiligen Römischen Reiches. Die jungen Leute aus den verschiedenen Ländern wurden daran erinnert, wie der polnische Papst Johannes Paul II 1987 Edith Stein heilig gesprochen und zur Patronin Europas ernannt hatte. Edith Stein wurde 1942 in Auschwitz ermordet.

 

Auch mit dem Thema »Hexen« setzten sich die Jung-Europäer auseinander. Neben allen intellektuellen Diskursen aber war den Schülern vor allem die Gespräche untereinander wichtig. Bei Fragen nach Musik, Mode, Fußball und Literatur kamen sie sich näher. Da wuchs Europa zusammen. Das Aldegrever-Gymnasium war eine von nur acht deutschen Schulen, die für den Besuch der »Schulbrücke Europa« ausgesucht worden war.

 

Soester Anzeiger, 25.11.2009 (Bild: Dahm)

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