Fahrt der Eine-Welt-AG nach Münster
von Dr. Albert Kapune
Am Mittwoch, dem 23.09.2015 machten sich 13 Mitglieder der Eine-Welt-AG des Aldegrever-Gymnasiums auf den Weg nach Münster. Dort besuchten sie den Bildundspavillion »Weltgarten« des Eine-Welt-Netzes NRW. Hierbei handelt es sich um eine »Mitmach-Ausstellung« zur globalen Nachhaltigkeit. Rund um ein weithin sichtbares Kuppelzelt sind 11 verschiedene Stationen zu den Themenfeldern »Ressourcenverbrauch«, »Klimawandel« und die Folgen sowie die Grenzen des Wachstums angelegt. In einer Einführungsrunde zum Themenfeld »Handys und Ungerechtigkeit« erfuhren die Schüler, dass der Stoff Koltan für unsere Handys im Kongo unter menschenunwürdigen Bedingungen aus der Erde gewonnen wird. Auch die Entsorgung und das Recycling alter Handys oder auch von Computern findet unter gesundheitsschädigenden und menschenverachtenden Bedingungen in den armen Ländern Afrikas statt. Im Kongo werden über die Einnahmen aus der Koltangewinnung Bürgerkriege finanziert. Schon beim Handykauf kann man als Verbraucher überprüfen, woher der Anbieter oder der Hersteller seine Grundstoffe bezieht.
An den verschiedenen Stationen erarbeiteten dann die Schüler in Gruppen selbstständig unterschiedliche Fragestellungen zur Globalisierung. Nach ca. 2 Stunden wurden die Ergebnisse in einer Abschlussrunde ausgewertet. Besonders interessant war die Tatsache, dass der Allwetterzoo Münster der Standort des Weltgartens ist; mitten auf einer grünen Wiese des Zoogeländes waren die Stationen aufgebaut. So bekam das Nachdenken über die Zukunft der Schöpfung noch einmal eine neue Dimension. Auch Fragen des fairen Handels wurden angesprochen. Ein Bereich der Entwicklungszusammenarbeit, den die Schüler der AG schon häufig bei den Elternsprechtags-Cafés in praktisches Handeln umgesetzt haben.
Im zweiten Teil des Tages konnten sich die Schüler dann auf dem Zoogelände Tiger, Löwe, Nashorn & Co ansehen. So kam auch die biologische Bildung nicht zu kurz. Gegen 15 Uhr wurde mit vielen neuen Eindrücken und neuer Motivation für eine engagierte Eine-Welt-Arbeit zufrieden die Heimreise nach Soest angetreten.
Gerhard Born
