Comeniusprojekt 2011–2013
von Dr. Albert Kapune
Wie sehen wir unser Leben? Wie sehen andere uns? Wie leben Jugendliche in anderen europäischen Ländern? Welche Träume und Hoffnungen haben sie und wir? Wie kann unsere gemeinsame Zukunft aussehen? Diese Fragen beschäftigte die Teilnehmer des Comeniusprojekts 2011–2013 mit dem Thema »Lifestyle – Europäische Jugendkulturen als Lebensentwürfe im Vergleich«.
Im Zeitraum von zwei Jahren trafen sich insgesamt fünf Mal Schülerinnen und Schüler des Aldegrever-Gymnasiums mit Gleichaltrigen aus Prešov (Slowakei), Poznań (Polen) und Rize (Türkei), um im Rahmen einer Comenius-Schulpartnerschaft zu diesem Thema zusammenzuarbeiten. Bei jedem der Treffen stand ein anderer Aspekt des Themas »Lifestyle« im Mittelpunkt. So wurden in Soest verschiedene Möglichkeiten des Umgangs mit den modernen Medien reflektiert, in Prešov stand die Frage im Vordergrund, welche Rolle die Religion im Leben der Jugendlichen der verschiedener Nationen spielt, in Poznań wurden Lebensstile der jungen Menschen in den Bereichen Tanz, Musik und Kleidung verglichen und in Rize beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit Vorstellungen von einer gesunden Lebensführung.
Nachdem während der Treffen ein buntes Bild verschiedener und auch ähnlicher Lebensgewohnheiten entstanden war, zielte das Abschlusstreffen in Soest im Juni 2013 darauf ab, positive Visionen für die Zukunft zu entwickeln, die das Zusammenleben in einem einigen Europa in den Blick nehmen. Zu diesem Zweck bildeten sich Arbeitsgruppen zu den vier Schwerpunktthemen, in denen jeweils Schüler aus allen vier Nationen zusammenarbeiteten. Die während der Comeniuswoche erstellten Produkte sowie zahlreiche Fotos und ein Video des Abschlussnachmittags finden sich unter der eigens erstellten Homepage http://comenius2013soest.wordpress.com/.
Neben der Zusammenarbeit in den Räumen der Schule kam für die Gäste auch das Kennenlernen der Stadt Soest und der Region nicht zu kurz. Besonders in Erinnerung bleiben sicher der Theaterbesuch im Jugendtheater Hamm, der Workshop mit anschließendem Abendessen in der Jugendkirche, das Gespräch mit Herrn Sauermann vom Lebensgarten sowie die Ausflüge nach Münster und zur Zeche Zollverein in Essen.
Schulleiter Martin Burghardt und Europaschulkoordinator Bodo Dreves war es zum Abschluss des zweijähren Projekts ein Anliegen, den Teilnehmern das vorrangige Ziel der Zusammenarbeit von Jugendlichen in Europa, das Engagement für den Frieden, ans Herz zu legen. Die persönliche Begegnung von Jugendlichen verschiedener Länder sei ein ganz wesentlicher Schritt auf diesem Weg. So ließ auch die emotionale Verabschiedung der Gruppen aus Polen, der Slowakei und der Türkei am Soester Bahnhof die Bedeutung der Freundschaften erkennen, die in den Tagen der Comeniuswoche entstanden waren.
