COMENIUS-Tag 1

von Dr. Albert Kapune

Internationaler Besuch auf dem Soester Markt

Schon am vergangenen Sonntag trafen vier Schüler und sieben Lehrer aus der Slowakei, Polen und der Türkei im Rahmen des Comenius-Projektes in Soest ein. Für das europaweite Programm Lebenslanges Lernen hatte sich das Aldegrever-Gymnasium als Europaschule erfolgreich bei der EU beworben. Infolgedessen wird es in den nächsten zwei Jahren insgesamt fünf Austausche mit Schulen aus Poznan (Polen), Prešov (Slowakei) und Rize (Türkei) geben. Im Mittelpunkt stehen kulturelle Erfahrungen und Themen über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Europas.

 

Am ersten Tag des Besuchs nahmen die Partner des Comenius-Projekts an einer Stadtführung durch die Soester Innenstadt teil. Dabei lernten sie nicht nur die Kirchen und die Plätze mit ihren Fachwerkhäusern, sondern auch das rege Treiben in der Altstadt kennen. Die slowakische Delegation erholte sich derweil von den Strapazen einer 17-stündigen Anreise.

 

Doch schon nachmittags ging es für alle bei strahlendem Sonnenschein mit Schülern und Lehrern des Aldegrever-Gymnasiums auf einen mathematischen Stadtrundgang. Dieser war bereits im Jahre 2009 im Rahmen einer Projektwoche von Schülern erstellt worden. Hier lernten die ausländischen Gäste zum Beispiel, wie man die Anzahl der Steine auf dem Marktplatz berechnet oder wie das Fenster des Westfälischen Abendmahles in der Wiesenkirche aufgebaut ist. Dies war besonders für die Lehrer eine interessante Erfahrung, da sie nun ihre Rolle mit der des Schülers tauschen und selber Aufgaben lösen mussten. Hierbei verbesserten sie nicht nur ihre Deutschkenntnisse, sondern lernten sich auch untereinander besser kennen. Trotz kleinerer Sprachprobleme waren alle Beteiligten sichtlich begeistert. Schon früh beschloss beispielsweise die polnische Delegation, einen solchen Matheparcours auch an ihrem naturwissenschaftlich ausgerichteten Gymnasium auf die Beine stellen zu wollen.

 

Nach diesem erlebnisreichen Nachmittag war für die Schüler und Lehrer aber noch nicht Schluss. Denn in der Mensa des Aldegrever-Gymnasiums war bereits ein internationales Buffet aufgebaut. Dabei brachte jede Nation landestypische Speisen mit. So gab es neben Pumpernickel mit Schmalz auch Korbáciky, einen slowakischen Schafskäse in Schlangenform, und Kurabiye, ein gelbes türkisches Gebäck, sowie zahlreiche weitere Delikatessen. Viele der Speisen waren den deutschen Gastgebern gänzlich unbekannt, dennoch blieb nichts unangerührt. Nach dieser Stärkung stellten die Teilnehmer ihr Heimatland und ihre Schule vor. Dabei war man besonders stolz auf landestypische Traditionen und die hohe Anerkennung der eigenen Schule. Schließlich ließ man den Abend noch mit dem Austausch von Erfahrungen ausklingen.

 

Aber auch in den nächsten Tagen werden noch gemeinsame Unternehmungen stattfinden. So wird es zum Beispiel einen Ausflug nach Paderborn in das Heinz-Nixdorf-Museum und in das Kloster Dalheim geben. Bis dann Vertreter des Aldegrever-Gymnasiums auf große Reise gehen.

 

Andreas Kuzma, Conrad Schwanitz

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