Eine-Welt-AG trifft Missio-Truck
von Dr. Albert Kapune
Auf Initiative der Eine-Welt-AG des Aldegrever-Gymnasiums Soest war jetzt der Missio-Truck »Menschen auf der Flucht weltweit« zu Gast auf dem Soester Marktplatz. Auf Grund der Länge des LKW war man hierhin ausgewichen, da die Zufahrten zum Schulhof für einen Sattelzug dieser Größe etwas eng gewesen wären. Mehrere Klassen und Kurse konnten dann in einem einstündigen Durchlauf jeweils zur Hälfte durch sechs thematische Räume geführt werden. Der andere Teil der Lerngruppe wurde während dieser Zeit in einem Seminarraum über die Thematik »Flucht« mit einer bestimmten Schwerpunktsetzung unterrichtet.
Warum bietet das katholische Hilfswerk Missio eine solche Ausstellung an? Dazu nennt Missio selbst die Motivation, Menschen eine neue Hoffnung für ihre Zukunft zu geben, angesichts der Tatsache, dass Millionen von Menschen weltweit vor Verfolgung, Menschenrechtsverletzungen Krieg, Trockenheit, Katastrophen, Perspektivlosigkeit und Hunger fliehen. Die Schüler sollten durch die multimediale Ausstellung im Truck für die Ausnahmesituation »Flucht« sensibilisiert werden. Dabei wurden Handlungsmöglichkeiten kirchlicher Partner in den betroffenen Regionen thematisiert. Die Lebensleistung von Flüchtlingen, unter Bewahrung der eigenen Würde , die eigene Entwicklung in die Hand zu nehmen, wurden in der Ausstellung dargestellt. Auch die Situation von Flüchtlingen in Deutschland und Handlungsmöglichkeiten für die Besucher der Ausstellung wurden thematisiert.
Eine Mitmachaktion – z. B. mit einer Kampagne für »saubere Handys« – sollte bei den Besuchern auf den Weg gebracht werden, wobei unter ansderem die Arbeitsbedingungen bei der Suche nach Coltan, dem Stoff, der für die Handyproduktion gebraucht wird, kritisch beleuchtet wurden.
Insgesamt waren die Schüler der unterschiedlichen Gruppen tief beeindruckt von dem Erfahrenen und hatten eine neue Sensibilität für Flüchtlinge, auch für diejenigen, die bei uns in Deutschland leben, gewonnen. In den unterschiedlichen Fächern – wie Religion, Politik oder Erdkunde – sollen nun im Unterricht einzelne Aspekte vertiefend nachgearbeitet werden.
Gerhard Born
